Sonntag, 20. Mai 2012

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Schu00f6ne und beru00fchmte Regionen in Vietnam

Regionen

Regionen

1.Nordvietnam

Sa Pa

Eine Fahrt in die Bergregion Nordvietnams führt Sie in dem Höhenkurort Sa Pa, der 1560 m hoch am Fuße des Fan Si Pan liegt, dem mit 3.143 m. höchsten Berg Vietnams. Eine der Hauptattraktionen von Sa Pa ist der faszinierende Markt, der an den Wochenenden besonders stark von bunt gekleideten Volksgruppen der vielen verschiedenen Minderheiten der Region besucht wird.

Eine Fahrt durch die herrliche Berglandschaft führt Sie in die Siedlungsgebiete verschiedener Minoritätenstämme wie z.B. der weißen und schwarzen Thai, der Dao und der H'Mong .

Hanoi

Das Delta des Roten Flusses (Song Hong) ist die Wiege der vietnamesischen Kultur und Zivilisation.

Das fruchtbare und leicht kultivierbare Schwemmland und die reichen Metallvorkommen der nahen Berge führten schon lange vor der "Zivilisierung" durch das chinesische Weltreich zur Entstehung von Hochkulturen. Ausgrabungen weisen nach, daß schon Tausende von Jahren vor unserer Zeitrechnung Menschen im Delta siedelten. In dem dichtbesiedelten Delta lebt heute fast ein Drittel aller Vietnamesen. Einheimische Ökonomen gehen davon aus, daß mittlerweile 30-35 % mehr Menschen in der Landwirtschaft tätig sind, als der Boden ernähren kann.

Aufgrund dieser Überbevölkerung wird aller sichtbaren Fortschritte zum Trotz die Mehrzahl von Hanois Bewohnern wahrscheinlich auch in Zukunft nur am Rande des Existenzminimums leben können. Hanoi ist unzweifelhaft eine der schönsten Städte Asiens. Ihr eigenwilliger Charme bleibt trotz gewaltiger Bauaktivitäten immer noch erhalten, denn Hanoi hat viele Gesichter: Streng, aber keineswegs autoritär, gibt es sich, wenn Vertreter des Staates auftreten. Beinahe aristokratisch und mit französischem Flair zeigt es sich in breiten Boulevards, prächtigen Alleen und repräsentativen Kolonialgebäuden.

Ursprünglich und chaotisch bunt ist Hanoi im Gewirr der "36 Straßen und Gilden" seiner Altstadt, und romantisch an den Ufern seiner zahlreichen Seen.

Die Stadt wirkt sauber und gepflegt und nicht nur dort, wo sie repräsentieren und sich von ihrer besten Seite zeigen will. Gartenanlagen und Flanierwege des mitten im Zentrum gelegenen Hoan-Kiem-Sees sind vorbildlich und in dieser Form in kaum einer anderen Großstadt der dritten Welt vorstellbar. Nicht eine einzige Straße, ja kaum eine Gasse der Stadt, die nicht von immergrünen und schattenspendenden Bäumen bestanden wäre. Alleen mächtiger Baumriesen rauben einem buchstäblich den Atem. Seen und Teiche, teils künstlich angelegt, teils versandete Nebenarme des Roten Flusses, bedecken das ganze Stadtgebiet.

Noch ist Hanoi trotz oder wegen aller Kriege und Verwüstungen eine überraschend intakte und in sich geschlossene Stadt geblieben, liebenswert, anmutig und integer. Aber auch auf Hanoi rast unaufhaltsam die Zukunft zu. (Text frei nach Reise-Know-How Bühler/Kothmann)

Halong Bucht

Östlich von Hanoi liegt die wirklich atemberaubende Halong-Bucht mit ihren unzähligen, eng beieinander liegenden, bizarr geformten Kalksteininseln und Grotten. Von Hong Gai aus kann man eine Rundfahrt machen und einige der Grotten besichtigen

Hoa Binh

Hoa Binh liegt etwa 73 km westlich von Hanoi am Schwarzen Fluß (Song Da). Die Stadt ist Ausgangspunkt zu Ausflügen zu den Bergstämmen der Muong und der weißen und schwarzen Thai. Die Vietnamesen kennen Hoa Binh meist nur als Standort des größten Wasserkraftwerks von Vietnam. In der Umgebung der Stadt hat man Werkzeuge und Skelette von Menschen aus vorgeschichtlicher Zeit gefunden. Die Ethnologen sprechen von einem Hoa-Binh-Menschen, der hier etwa 8000 Jahre vor unserer Zeitrechnung als Jäger und Fallensteller gelebt haben soll.

Hai Phong

Die von den Franzosen gegründete Industrie- und Hafenstadt am Golf von Tonkin ist die drittgrößte Stadt Vietnams. Das Zentrum der Stadt ist französisch geprägt, mit Villen, Palästen, Hotels und Kolonnaden. Das Leben pulsiert jedoch am Rand der Cité und besonders in der Altstadt mit ihren Märkten, die früher Anlegeplätze für Schiffe waren. Die beiden größten Märkte sind der Cho Tam Bac für Lebensmittel und der Cho Sat für Gebrauchswaren und Krimskrams aller Art.

2.Zentralvietnam

Da Nang

Da Nang ist die Hauptstadt der Provinz Quang Nam Da Nang. Wegen ihrer günstigen Lage direkt an der Mündung des Han-Flusses landeten hier im 17. Jh. die Spanier und im 19. Jh. die Franzosen. Später besetzten die Amerikaner Da Nang und errichteten hier einen ihrer größten Luftwaffenstützpunkte in Südostasien. Heute ist Da Nang ein quirliger Hafen, der sich erstaunlich schnell entwickelt. Danang hat auch eine schöne mit hohen alten Bäumen gesäumte Promenade, an der große repräsentative Villen aus der französischen Kolonialzeit stehen. Sie erstrahlen heute zum Teil in neuem Glanz. Da Nang – Beispiele für halbtägige Ausflüge – Beispiele für halbtägige Ausflüge Besuch des Cham-Museums: eine Sammlung von über 300 interessanten Statuen und Flachreliefs aus verschiedenen Teilen des Cham-Königreiches, wie Tra Kieu, Dong Duong und My Son. Die Exponate stammen aus der Zeit zwischen dem 4. und 14. Jahrhundert.

Der mitten in der Stadt gelegene Han-Markt ist sehr lebendig und gut besucht. Ein Ausflug nach China Beach, einem Gelände, das durch eine amerikanische Fernsehserie Berühmtheit erlangt hat. Es ist einer der schönsten und längsten weißen Sandstrände Vietnams. Besuch der Marmorberge und Besichtigung der hochgelegenen Grotten und buddhistischen Pilgertempel. Am Fuße der Berge gibt es eine Reihe von Steinmetzbetrieben, in denen aus Marmor Skulpturen, Reliefs und Schmuck angefertigt werden.

Hue - die alte Kaiserstadt Hauptstadt der Provinz Thua Thin Hue mit 250.000 Einwohnern und Sitz einer bedeutenden Universität. Doch kaum ein Gebäude dieser Stadt hat mehr als zwei Stockwerke. Die ruhige Schönheit und Anmut der Stadt am "Fluß der Wohlgerüche" vermittelt stets das Gefühl, in einer ehrwürdigen Kaiserstadt zu sein. Der Zauber Hues läßt sich nicht mit Fakten und Zahlen messen und stellt sich auch nicht auf Anhieb ein, man braucht Zeit für Hue.

Hoi An

Hoi An liegt rund 25 km südöstlich von Da Nang am Thu Bon-Fluß. Schon vor dem 10.Jh. war Hoi An ein großer Seehafen und stellte ein bedeutendes Handelszentrum dar. Nach dem 15.Jh. landeten hier Handelsschiffe aus aller Herren Länder wie China, Holland, England, Japan, Portugal, Frankreich, Indonesien etc., um Seide, Töpferwaren, Tee, Pfeffer und Lackarbeiten einzukaufen. Die noch heute dort angebotene Naturseide ist meist von Hand hergestellt. Die Bausubstanz von Hoi An ist gut erhalten. Alte Hartholzhäuser in chinesischem Stil, die im japanischen Stil erbaute Bogenbrücke von 1593 oder der chinesische Fukien-Tempel.

Die Tempelstadt My Son

Die Ruinen der Tempelstadt My Son, des religiösen Zentrums der Champas, liegen südwestlich von Da Nang. Im Unterschied zu anderen Cham-Stätten ist die heilige Stadt My Son in eine idyllische Talsenke eingebettet und umgeben von Bergen und üppiger Natur. Die Gründung des Shiva geweihten Heiligtums wird König Bhadravarman zugeschrieben, dessen Hauptstadt Sinhapura sich im 4. Jh. Auf dem Gebiet des heutigen Tra Kieu 28 km weiter östlich befand. Von den über 70 Bauwerken aus fast allen Epochen, die noch die französischen Archäologen an dieser Stelle vorfanden, sind jetzt nur noch die Überreste von knapp 20 erhalten, die die Bombenteppiche der amerikanischen Luftwaffe mehr oder weniger unversehrt überstanden haben. Die majestätische Abgeschiedenheit des stillen Ortes und die bröckelnden, von Lianen überwucherten Ziegelkolosse inmitten des Dschungels üben einen besonderen Reiz auf den Besucher aus.

Der Wolkenpaß – Den Hai Van

Der Paß war bis ins 15.Jh. hinein die natürliche Grenze zwischen Vietnam und Champa, zwischen ostasiatischer und südostasiatischer Kultur, und bildet bis heute die Klimagrenze und Wetterscheide zwischen dem tropischen Süden und dem subtropischen Norden Vietnams. Der 22 km lange und 496 m hohe Paß beginnt knapp 20 km nördlich von Da Nang. An keiner Stelle Vietnams reichen die Ausläufer des Truong-Son-Gebirges so nahe und massiv ans Meer heran und erreichen dabei Höhen von bis zu 1400 m. Die Ausblicke auf die Bucht von Da Nang mit den Marmorbergen, schneeweißen Sandstränden und grün flimmernden Reisfeldern oder etwas später auf die paradiesisch anmutende, palmengesäumte Lagune von Lang Co sind wahrhaft spektakulär, es sei denn, tiefhängende Wolken schränken die Sichtweite zu sehr ein. Buon Me Thuot Dieser Ort befindet liegt im Hochland, etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel. Mit 75.000 Einwohnern ist Buon MeThuot das Zentrum der Rade-Minderheit. Es ist die zivilisierteste und meistbesiedelte Hochlandregion. Früher wurde dort gejagt. Während des Krieges befand sich hier ein bedeutender amerikanischer Stützpunkt. Heute ist die Gegend bekannt für ihre interessante Flora und Fauna. Außer den Rade leben hier noch viele andere ethnische Gruppen wie z.B. die Mnong, die Bahnar, die Sedang. Reisende haben hier Gelegenheit, auf Elefanten durch den Urwald außerhalb der Stadt zu reiten.

Pleiku

Die Stadt mit dem schönen Fichten-und Kiefernwald steht auf ursprünglich vulkanischem Gebiet. Die Erde ist rot und eignet sich für den Anbau von Gummibäumen und Kaffee. Pleiku hat ungefähr 45.000 Einwohner mit einer großen Anzahl verschiedener ethnischer Gruppen. Elefantenreiten und Wandern sind beliebte Aktivitäten für Touristen. Der hier angebaute Wein bietet dem Reisenden neue Geschmackserlebnisse.

3.Südvietnam

Das Mekong-Delta

Wer ins Mekong-Delta kommt, wird sofort verstehen, warum es die "Reiskammer Vietnams" genannt wird und warum ein an einer Kokusnusspalme vertäuter Sampan nostalgische Gefühle erwecken kann.

Hier trifft man die einfachen Menschen, die sich wenig um den Luxus des Stadtlebens scheren. Schlendern Sie doch einfach einmal herum in My Tho, Vinh Long oder Can Tho und entdecken Sie das Alltagsleben der Vietnamesen auf dem Fluß und seinen kleinen Nebenarmen, probieren Sie frische süße Kokusnußmilch und riechen Sie den typischen Duft der Reisfelder.

Weiter den Soc Trang hinunter versteckt sich die geheimnisvolle Kultur der Khmer hinter den Toren der Hinayanatempel. Mit seinen verschlungenen Nebenarmen wird Sie der Mekong von einer Überraschung zur nächsten führen. Am meisten beeindruckt die Gastfreundschaft der Menschen. Man wird aufgenommen wie ein heimkehrender Verwandter. Das Mekong-Delta ist nicht nur der größte Reiskorb, sondern auch der größte Obstgarten Vietnams. Das Obst schmeckt hier auch anders als anderswo.

My Tho

My Tho ist das Tor zum Mekong. Hier finden wir die größten Obstgärten. Interessant ist ein Besuch der alten Pagode von Vien Trang, die Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde. In der Pagode befinden sich 18 hölzerne Arhat-Statuen. Auch die Schlangenfarm von Dong Tam fasziniert viele Besucher. Can Tho Can Tho war einmal die Hauptstadt des westlichen Teils von Vietnam, der immer noch nach dem weißen Reis benannt ist. Es gibt dort auch eine berühmte Hochschule für Agrarwissenschaft.

Soc Trang

Hier gibt es mehrere Khmer-Pagoden. In der Ma Toc-Pagode leben Tausende von Flughunden, die von manchen Vietnamesen als Delikatesse verspeist werden. Faszinierend ist das Khmer-Museum mit seinen uralten vorgeschichtlichen Werkzeugen. Alle Exponate spiegeln eine Kultur voller geheimnisvoller Mythen wieder. Wenn Sie die unverfälschte Natur genießen möchten, fahren Sie nach Bac Lieu, Ca Mau. Sie Können problemlos in die Vogelschutzgebiete hineingehen. Die Mangrovenwälder bergen eine ungeheuer reiche Tierwelt, wie Fledermäuse, Schildkröten, Schlangen, Garnelen, Krebse und Fische sowie eine Vielfalt von Vogelarten. Dong Thap ist das Gebiet der seltenen Rotkopfkraniche.

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Geschichte der Vietnams Hauptstadt - Hanoi

Für Hanoi, der ältesten noch bestehenden Hauptstadt Südostasiens, ist das Gründungsjahr 1010 belegt.

Im Jahre 866 errichtete die chinesische Tan-Dynastie zur Konsolidierung ihrer Besatzung am Westufer des Roten Flusses eine Zitadelle namens Đại La, die König Lý Thái Tổ, der Begründer der Lý-Dynastie, im Jahre 1010 zu seiner Residenzstadt auserwählte und „Thăng Long“ („aufsteigender Drache“) nannte.

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Statue vom König Lý Thái Tổ, dem Hauptstadtsgründer

Zahlreiche Sagen und Legenden umranken Hanois Geschichte

Einer Legende nach glaubte König Lý Thái Tổ bei seiner Suche nach einer fruchtbaren Ebene für seinen Sitz aus den Nebeln des Roten Flusses einen in den Himmel steigenden goldenen Drachen gesehen zu haben, woraufhin er seine neue Residenz „Thăng Long“ („aufsteigender Drache“) nannte.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Hanoi wiederholt von Invasoren erobert, verlor zwischenzeitlich seine Funktion als Hauptstadt und wurde mehrfach umbenannt.

Während der Ho-Dynastie (1400–1407) trug Hanoi den Namen Đông Đô (östliche Hauptstadt), während der Besetzung durch die chinesische Ming-Dynastie hieß die Stadt Đông Quan (östliches Tor), die Le-Könige benannten sie 1430 in Đông Kinh (östliche Hauptstadt) um. Als die Niederländische Ostindien-Kompanie im 17. Jahrhundert hier eine Handelsniederlassung einrichtete, gelangte dieser Name als Tongking ins europäische Schrifttum.

Das Edikt über Verlegung der Hauptstadt vom König Ly Cong Uan

Während der Nguyen-Dynastie (1802–1945) verlor Hanoi seinen Status als Hauptstadt und musste diesen an Huế abtreten, blieb jedoch administratives Zentrum des Nordens.

Da der Drache als Symbol der kaiserlichen Macht der Hauptstadt Huế vorbehalten bleiben sollte, wurde die Stadt abermals umbenannt. Der Nguyen-Kaiser Minh Mang (1820-1841) gab ihr im Jahre 1831 ihren heutigen Namen: Hà Nội - die „Stadt innerhalb der Flüsse“, der nichts weiter als eine geografische Lage bezeichnet.

1873 wurde Hanoi von den Franzosen erobert. Von 1883 bis 1945 war die Stadt Verwaltungszentrum der Kolonie Französisch-Indochina. Die Franzosen errichteten südlich von Alt-Hanoi eine moderne Verwaltungsstadt, legten breite, rechtwinklig zueinander liegende, baumgesäumte Alleen mit Oper, Kirchen, öffentlichen Bauten und Luxusvillen an, zerstörten aber auch große Teile der Stadt, schütteten Seen und Kanäle zu oder verkleinerten diese; Kaiserpaläste und Zitadelle mussten ebenfalls weichen.

Von 1940 bis 1945 war Hanoi, wie auch der größte Teil von Französisch-Indochina und Südostasiens japanisch besetzt. Am 2. September 1945 rief Ho Chi Minh in Hanoi die Demokratische Republik Vietnam (Nord-Vietnam) aus. Die vietnamesische Nationalversammlung beschloss am 6. Januar 1946, Hanoi wieder zur Hauptstadt der Demokratischen Republik Vietnam werden zu lassen.

Zwischen 1946 und 1954 war die Stadt Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen Franzosen und den Việt Minh (Indochinakrieg). Während des Vietnamkrieges wurde Hanoi von den Amerikanern bombardiert. Die ersten amerikanischen Bombenangriffe auf Hanoi erfolgten 1966, die letzten Ende 1972. Allein zum Weihnachtsfest 1972 trafen 40.000 t Sprengstoff die Stadt und zerstörten sie zu 25 Prozent.

Seit der Wiedervereinigung des Landes 1976 ist Hanoi die Hauptstadt von ganz Vietnam.

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Sehenswürdigkeiten Hanois

Ein Säule-Pagode


Ein Säule-Pagode liegt im Ba Dinh Dist in der Nähe vom Ho Chi Minh Mausoleum. Die originale Pagode aus dem 11. Jahrhundert wurde 1954 während des Französischen Krieges zerstört, jedoch bereits ein Jahr später rekonstruiert. Die Form der Pagode erinnert an eine Lotusblume und wurde vom Kaiser Ly Thai Tong in Auftrag gegeben, nachdem ihm im Traum die Göttin der Barmherzigkeit erschien und ihm einen Sohn auf einer Lotusblume sitzend überreicht hat.

Ho Chi Minh Mausoleum

Am Ba Dinh Platz befindet sich Ho Chi Minh Mausoleum, in dem der einbalsamierte Leichnam des ersten Staatsoberhauptes aufgebahrt ist. Die Vietnamesen stehen in bester Sonntagskleidung stundenlang an, um einmal ihren Helden sehen zu können. Touristen sammeln sich an einem Punkt und werden dann an der Schlange vorbei durchgeführt. Fotografieren und Filmen ist im Inneren strengstens verboten. Das Mausoleum ist jedes Jahr vom 5. September bis Anfang Dezember geschlossen, weil dann jeweils Ho Chi Minhs Körper zur Restaurierung in Russland weilt. Öffnungszeiten: Di-Do/Sa-So 8:00-11:00. Der Eintritt ist kostenlos.

Hoan Kiem See


Der Hoan-Kiem-See (vietnames. Hồ Hoàn Kiếm) oder Schwert-See (vietnames. Hồ Gươm) ist Hanois berühmtester See und trennt Alt- Hanoi vom einstigen französischen Kolonialviertel. Der See ist ca. 700 m lang und entstand als Rückstausee des Roten Flusses. Noch im 18. Jahrhundert war der See um ein Mehrfaches größer als heute, besaß einen direkten Zugang zum Roten Fluss, diente Flottenparaden und war mit den anderen Seen der Stadt durch Kanäle verbunden. Im 18. Jahrhundert besaßen die Trinh–Fürsten 52 Paläste an seinen Ufern. Der See wurde im 19./20. Jahrhundert teilweise zugeschüttet.

Der Name des Sees („See des zurückgegebenen Schwertes“) geht auf eine variantenreiche Legende zurück.

Anfang des 15. Jahrhunderts, während der chinesischen Besatzung, übergab der Sage nach eine riesige, im See lebende, goldene Schildkröte dem armen Fischer Le Loi (vietnames. Lê Lợi) ein magisches Schwert, welches ihn unbesiegbar machte. Er benutzte das Zauberschwert, um in einem erbitterten Kampf (1418–1428) die Truppen der Minh-Dynastie vernichtend zu schlagen, und wurde im Jahre 1428 König. Nach der Siegesparade begab sich der junge König zum See, um den Göttern zu danken. Da tauchte die goldene Schildkröte erneut auf und forderte das Schwert zurück. Bevor Le Loi sich entscheiden konnte, löste sich plötzlich das Schwert aus der Scheide, stieg zum Himmel empor und verwandelte sich in einen großen jadefarbenen Drachen, der über dem See schwebte und dann in die Tiefe stürzte. Le Loi ernannte das Tier zum Schutzgeist des Sees. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung an dieses Ereignis ließ Le Loi auf einer kleinen Insel in der Mitte des Sees den dreistöckigen Schildkröten–Turm (Thap Rua) errichten, der bis heute das Warhzeichen Hanois ist. 1968 wurde tatsächlich eine 2,10 m lange und 250 kg schwere Schildkröte aus dem See geborgen, welche etwa 400 Jahre alt gewesen sein soll. Sie ist präpariert in einem Glaskasten im Jadeberg–Tempel ausgestellt.

Der Jadeberg-Tempel befindet sich auf einer kleinen Insel, auf die die The-Huc-Brücke führt.

Literaturtempel


Literaturtempel (Vietnamesisch: Van Mieu) ist ein Tempel des Konfuzius in Vietnam. Obwohl mehrere Van Mieu könne ganz Vietnam hindurch gefunden werden, liegt der prominenteste und berühmteste in der Stadt Hanoi, der auch die Rolle als erste Universität Vietnams spielt. Das Image vom Literaturtempel wird auf der Rückseite des hunderttausend vietnamesischen Đồng Banknote gedruckt.

Dieser Meilenstein wurde im Jahre 1070 als eine konfuzianische Tempel gegründet. Nur Teile des heutigen Komplexes Van Mieu stammen aus der frühesten Zeit, obwohl ein Großteil der Architektur stammt aus den LY (1010 - 1225) und Tran (1225 - 1400) Dynastien. Als die erste Universität Vietnams wurde 1076 Quoc Tu Giam oder die Kaiserakademie gegründet, um vietnamesischen Bürokraten, Adels, Lizenzgebühren und andere Mitglieder der Elite zu erziehen. Die Universität fungiert für mehr als 700 Jahre, von 1076 bis 1779. Angesichts der extremen Schwierigkeit der Abschlussprüfungen bestanden nur wenige Studenten, deren Namen nachher auf der Steinstelen eingraviert werden.

Seit neuestem (am 7/4/2010) werden solche Steinstelen von der UNESCO als Weltdokumentenerbe anerkannt.

Hanoi Altstadt


Hanoi Altstadt ist der übliche Name eines Hanois städtischen Gebiets mit langer Geschichte, das außerhalb von der Thang Long Kaiserstadt liegt. Im diesem Stadtviertel sammelte sich die Leute, die meist vom Handwerksberuf und Handel lebten. Dadurch hinaus wurden Stadtteile mit typischem Handwerk gebildet, was sich Hanoi zu Eigen macht. Deshalb ist Hanoi heutzutage ein attraktives Reiseziel für jeden, wer sich mit der Kultur von altem Hanoi beschäftigt. Ein weiteres Merkmal der Altstadt ist die antike Architektur im Einkaufszentrum. Die alten Häuser wurden vor allem zwischen 18. und 19. Jahrhundert in Form von Röhren mit geneigtem Dach aufgebaut, und ihre Fassaden wurden meist als Geschäfte verwendet, die nicht eingerückt miteinander stehen. Bilder von alten Häusern und Ziegeldächern werden für immer zum Thema von Malerei, Poesie, und Musik.

Im Innenstadtviertel befinden sich auch viele alten Relikte der Geschichte wie kommunale Häusern, Tempeln, Pagoden, Montagehalle. Dazu gehören die berühmten Mäkte wie Dong Xuan, Hang Da, Hang Be, die bis heute noch als heftige Einkaufzentren aktiv sind.

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